Steuerliche Vorteile für die Lohnleistungen

Steuerlich geltend machen können Privatleute die Lohnkosten, die ihnen durch Reparaturen oder Modernisierungen am eigenen Haus entstehen. Aber Vorsicht: Die Regelung für handwerkliche Dienstleistungen gilt nur für die reinen Lohn- und Arbeitskosten, nicht für das verbaute Material. Ab sofort dürfen 20 Prozent von maximal 6000 Euro Lohnkosten pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden. Das entspricht einer Ersparnis von 1200 Euro.

Formale Vorrausetzungen müssen erfüllt sein

Voraussetzung ist, dass eine ordentliche Rechnung vorliegt, in der Lohn- und Materialkosten getrennt aufgeführt sind. Außerdem muss die Rechnung per Überweisung beglichen werden - nicht bar auf die Hand. Beides, sowohl Rechnung, als auch Überweisungsbeleg muss der Steuerpflichtige dem Finanzamt vorlegen können. Natürlich dürfen Verbraucher auch mehrere Rechnungen verschiedener Handwerker bis zum Höchstbetrag von 6000 Euro Lohnkosten sammeln und zusammen beim Finanzamt einreichen.

Investition in die Immobilie ist nun lohnender

Abzugsfähig sind grundsätzlich alle Handerwerkerrechungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im inländischen Haushalt. Das umfasst relative viele Leistungen -  angefangen bei Maler-, Tapezier- oder Fliesenarbeiten, über Dach-, Fassaden- und Gartengestaltungsarbeiten bis hin zu Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen oder dem Einbau einer neuen Küche und der Reparatur und Wartung von Haushaltsgeräten.Abzugsfähig sind auch das Überprüfen von Fensteranlagen sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung am Haus oder Wohnung.

Die handwerklichen Leistungen für Kabel-, Strom- oder Fernsehanschlüsse, soweit die Zuleitungen zu einem bestehenden Haus führen und nicht zu einem Neubau.

"Es lohnt sich also besonders, Handwerkerrechnungen zu sammeln", rät Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB), "denn gerade Instandhaltungsarbeiten am Haus sind lohnkostenintensiv.

Material wird dabei weniger verbraucht. Der VPB rät privaten Bauherren, grundsätzlich mindestens einen Euro pro Quadratmeterwohnfläche im Monat für Instandhaltungsarbeiten zurückzulegen. "Wer das für sein 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus konsequent fünf Jahre lang getan hat, der kann jetzt 9000 Euro investieren.

Davon kann er beispielsweise lohnintensive Abdichtungsarbeiten am Keller außen finanzieren, oder das Dach von innen dämmen lassen."